Echt der Hammer, habe gerade einen Bericht gefunden nach dem ein Motorradfahrer, bei einem Unfall, in jedem fall Schuld ist, auch wenn es eigentlich auf die Kappe von einem anderen geht. Das beste an der Sache ist die Begründung des ganzen. Der Motorradfahrer soll nicht etwa schuld sein weil er eh immer zu schnell, oder so schlecht zu sehen ist, sondern weil ein beim Fahren des Moppeds eh schon ein großes Risiko in Kauf nimmt. `!??!
Genau so ist es einem Motorradfahrer ergangen, er hatte Schadensersatz, für einen von ihm nicht verschuldeten Unfall, gefordert . Nix da – das Landgericht Frankfurt/ Main war anderer Meinung:
„Das Risiko, auf dem Motorrad getötet zu werden, sei beispielsweise sieben Mal höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Diese Betriebsgefahr lasse sich bei Motorradfahrern daher «grundsätzlich als Verschulden gegen sich selbst begreifen». Unfallfolgen würden schon deshalb ganz bewusst in Kauf genommen und dürften daher «ganz überwiegend nicht auf den Unfallgegner abgewälzt werden», heißt es in der Entscheidung.“
Also krass gesagt kann es nach so einem Urteil sein, dass einem ein Auto die Vorfahrt nimmt und dann nicht schuld ist – weil man als Motorradfahrer bewusst ein Risiko eingegangen ist?
Hört sich nach nem Aprilscherz an!
Quelle: Hier
30.3.07 (Az.: 2-20 O 8806/06)
Mfg Jan
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