Sony T9 vs. Sony P200

Daniel's neue Sony T9Nachdem bei meiner Sony P200 leider Verschleißerscheinungen in einer Größenordnung auftauchen, die beim Fotografieren sehr stören, habe ich mir die Sony T9 bestellt. Natürlich habe ich die neue Kamera auch schonmal schnell angetestet.

Endlich ist die Lieferung von amazon.de da – bei meiner letzten Kamera war die Verpackung noch deutlich größer. Die Sony T9 kommt in einer nett designten Verpackung, die bis auf die überladene Beschriftung schon fast an die Verpackung von Apple-Produkten erinnert. Die obere Hälfte der Verpackung ist mit Handbüchern und Garantieunterlagen belegt, unter einer Pappeinlage kommen dann Ladegerät, Akku, PC/TV-Verbindungskabel und natürlich die T9 zum Vorschein.

“Klein” ist eines der ersten Wörter, die mir durch den Kopf gehen. Ich habe mich für die schwarze Variante der T9 entschieden, was zwar meistens anfälliger für Kratzer – bzw. diese besser sichtbar – macht, aber wie ich finde einfach edler aussieht. Das Display der T9 wirkt (und ist) deutlich größer als bei der P200 und nimmt über 2/3 der Rückseite ein. Die Kamera ist für ihre Größe schwerer als man erwarten würde, sehr ordentlich verarbeitet und auf Plastik wurde abgesehen von den Knöpfen verzichtet. Dass der MemoryStick meiner alten P200 nicht passt, ist fast schon selbstverständlich: Sony hat auf MemoryStick Pro umgestellt – meiner 512mb-Variante liegt zumindest ein Adapter für die “alte” Größe bei.
Das Einlegen des kleinen Speichermediums ist nicht ganz einfach, mit etwas dickeren Fingern müsste man schon Hilfsmittel bemühen um ihn einschieben zu können. Der Akku ist daneben zu platzieren. Parktisch: liegt der Akku falsch ein, lässt sich die Abdeckung nicht schliessen. Nicht so praktisch: dass sie dabei fast abbricht. Hier hätte der T9 eine stabiliere Lösung gutgetan.
5 erste Testfotos mit dem noch nicht geladenen Akku der T9 zeigen mir im Vergleich zur P200 eine bessere Blitzausleuchtung im Nahbereich (20cm – 1m).

Meine Erwartungen an die T9:
Meine Kameras kommen hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn gefeiert wird. Mir ist es wichtig, die Kamera aus der Hand geben zu können, ohne vorher lange die Fuktionsweise erklären zu m�ssen. Im Bereich von ca. 5 Metern ist der Blitz sehr wichtig – auch Kameras mit lichtstärkster Optik kommen in Clubs, Discos, Bars oder auch bei Privatpartys nicht ohne Blitz aus. Bilder veröffentliche ich vor allem im Internet (flickr.com) und eher selten bestelle ich auch mal Abzüge der Bilder. Ich lege Wert auf eine neutrale Farbwiedergabe, Bildrauschen im erträglichen Bereich und eine ordentliche Tiefenschärfe.

Vergleich mit der Sony P200
Um einen direkten Vergleich zu haben, habe ich mit der T9 und der P200 einige Testbilder gemacht. Leider nicht vergleichen lassen sich gezoomte Bilder, da die P200 nicht mehr in der Lage ist zu zoomen.
Alle Bilder lassen sich vergrößern und bei flickr.com auch in der Orginalgröße ansehen. Die Aufnahmen habe ich bei der T9 mit 6 Megapixeln (Maximum), bei der P200 mit 5 Megapixeln (Maximum sind hier 7, 6 lassen sich nicht einstellen) jeweils im Modus “Automatik” gemacht.

Ansicht des Nikolaiviertels mit der T9:
T9 vs. P200 - Nikolaiviertel mit der T9
Ansicht des Nikolaiviertels mit der P200:
T9 vs. P200 - Nikolaiviertel mit der P200
Die Farben wirken bei der T9 kräftiger, das Bildrauschen scheint nicht so stark.

Der Fernsehturm aus der Ferne mit der T9:
T9 vs. P200 - Der Fernsehturm mit der T9
Der Fernsehturm aus der Ferne mit der P200:
T9 vs. P200 - Der Fernsehturm mit der P200

Der Berliner Dom mit der T9:
T9 vs. P200 - Der Berliner Dom mit der T9
Der Berliner Dom mit der P200:
T9 vs. P200 - Der Berliner Dom mit der P200

Äste vor Gebäude und Himmel mit der T9:
T9 vs. P200 - �ste mit der T9
Äste vor Gebäude und Himmel mit der P200:
T9 vs. P200 - �ste mit der P200

Innenaufnahme mit Blitzlicht mit der T9:
T9 vs. P200 - Blitzaufnahme mit der T9
Innenaufnahme mit Blitzlich mit der P200:
T9 vs. P200 - Blitzaufnahme mit der P200
Hier fällt leider das sehr hohe Bildrauschen bei der T9 auf

“Stilleben” mit Blitz mit der T9:
T9 vs. P200 - Stilleben mit der T9
“Stilleben” mit Blitz mit der P200:
T9 vs. P200 - Stilleben mit der P200

Die für mich so wichtigen Aufnahmen von Personen bei Partys werde ich am 28.03. nachlegen.

Zwischenfazit:
Die T9 ist einfach zu bedienen und macht schnell unkompliziert Fotos. Dass sich das Objektiv über einen Schieber, der die Kamera gleichzeitig an- und ausschaltet, verschliessen lässt ist gut – nicht gut ist aber, dass der Schieber keinen Schutz vor Krümeln, Sand oder Staub bietet. Eine Tasche für die T9 ist also besser.
Der doch stolze Preis der T9 muss sich für mich noch in der Praxis rechtfertigen.

Endfazit:
Ich habe die T9 zurückgeschickt – dass sie Kamera auf dem Postweg gestolen worden ist und amazon.de sehr kulant war, ist eine andere Geschichte – da sie meinen Ansprüchen nicht im Entferntesten gerecht wurde.
Ja, sie sieht schick aus die DSC-T9. ABER: der Akku hält nur kurz, rote Augen treten auch mit Red-Eye-Reduction auf, die Bilder sind oft unscharf und der Rauschwert ist auch bei niedrigen ISO-Werten eine Katastrophe (siehe hier für Beispiele). Ich warte jetzt auf die Fuji F30, die alles verspricht was ich erwarte – mehr dazu im Laufe des Mai.

2 Responses to “Sony T9 vs. Sony P200”


  • Also as Bildrauschen beim Briefkastenild mit Blitz ist echt enorm. Das hätte ich definitv nicht erwartet.

    Das die Farben bei Aussenaufnahmen kräftiger sind und hier das Bildrauschen geringer ist erfreulich.

    Ist es so, dass der Blitz der P200 ein bisschen stärker war? Zumindest erscheint mir das so.

    Wenn ich darf, würd ich die Cam gern mal in der Waldlust testen.

  • Ja, die Aufnahme an den Briefkästen ist wirklich schlimm – liegt aber ggf. Automatikmodus und es gibt eine bessere Einstellung.
    Der Blitz der P200 ist zumindest größer als der der T9 und durch die ultrakompakte Abmessung…kann schon sein dass er schwächer ist.
    Und klar kannst Du die Cam in der Waldlust ausgiebig testen, dazu ist sie schliesslich da!

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